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Glasmalerei

 

Anfänge

flumsermadonnaGlas ist ein zerbrechlicher Werkstoff. Es sind deshalb aus den Anfängen der Glasmalerei keine Beispiele erhalten.
Da die Flachglasproduktion in der nötigen Qualität (Zylinderblasverfahren) schon im 3. Jh. n. Chr. einsetzt hatte, kann davon ausgegangen werden, dass damals erste Bleiverglasungen hergestellt worden waren. Besonders, da durch die Goldschmiedekunst die nötige Fertigkeit, Glasstücke mit Bleiruten zu fassen, vorhanden war. Die Glastafeln aus dieser Zeit waren noch von bescheidener Grösse (20 cm x 30 cm). Es mussten also mehrere Teile aneinander gefügt werden, um die immer grösser werdenden Fensteröffnungen zu füllen. Die Fensterfläche musste in einem eigentlichen Sinn organisiert werden. Die Fenster wurden gestaltet.
Da aus diesen Urzeiten der Glasmalerei keine Beispiele gefunden worden sind, kön-nen wir nur Vermutungen darüber anstellen, wie diese Fenster ausgesehen hatten.
Die Emailfarben, und mit ihnen auch das Schwarzlot, als Abwandlung davon, wurden schon in der römischen Hohlglasproduktion verwendet. Die Glasfenster waren demnach wahrscheinlich auch schon bemalt. Der Inhalt der Darstellungen hatte sich nicht von späteren Scheiben unterschieden.

Die Geschichte der Glasmalerei ist also mit Sicherheit um einige Jahrhunderte älter als die ältesten noch vorhandenen Funde.

Die vorliegende kleine Stilkunde der Glasmalerei wird sich in der Auswahl der Beispiele, wo möglich auf Glasmalereien in der Schweiz beschränken.
Die Zeit von der Entstehung der ältesten, noch erhaltenen Scheibe, der Flumser Madonna (Abbildung), bis heute wird in die nebenstehenden Epochen unterteilt.

 

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