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gotik


13. bis 15. Jahrhundert

frühgotik, hochgotik, spätgotik

Zeitbild

Nachdem im 12. Jahrhundert viele Städte gegründet wurden folgte, eine eigentliche Zeit der Aufklärung. Die wiedererlangte Handels- und Verkehrstätigkeit verlangte eine grössere geistige Beweglichkeit. Auch Kaufleute und Handwerker mussten lesen, schreiben und rechnen können. Über die Handelswege wurde ein reger Kulturaustausch ermöglicht. Durch die Kreuzzüge fand dieser Austausch bis in den arabischen Raum statt.

Dieser Prozess löste eine geistige Blütezeit aus, die in der so genannten Scholastik (den Glauben vernünftig begründen) ihren Ausdruck findet. An den neu gegründeten Universitäten werden Theologie, Philosophie und Wissenschaft betrieben.

Architektur / Der gotische Skelettbau

Die Mittel dieser architektonischen Revolution sind der Spitzbogen, das Kreuzrippengewölbe und das Strebewerk. Das Gewicht der Gewölbedecke wird von den Strebebögen in den äusseren Bereich der Kathedrale geleitet und von den massigen, mit Fialen beschwerten Strebepfeilern aufgefangen. So entsteht ein Gefüge aus geordneten Kraftlinien, das das Bauen in bisher unerreichten Dimensionen ermöglicht. Tragendes Mauerwerk ist gänzlich überflüssig und wird durch riesige Fensteröffnungen ersetzt. Diese Fensteröffnungen werden ihrer Grösse wegen in mehrere Lanzetten unterteilt, welche sich gegen oben in ein Masswerk auflösen.

 

 

1. Strebebogen

2. Strebepfeiler

3. Fialen

 

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