Glasmalerei Stettler
Referenzen Über uns Arbeitsbereiche Techniken Stilkunde der Glasmalerei          

Frühgotik
13. Jh.

„Nach dem Weltuntergang wird eine heilige Stadt aus dem Himmel niederfahren.“


So sieht es Johannes in seiner endzeitlichen Vision (Offenbarung 20.21). Es ist das "neue Jerusalem", in dem die Herrlichkeit Gottes leuchtet wie ein heller Edelstein.
Die gotische Kathedrale ist ein Sinnbild des neuen, utopischen Jerusalems. Die Mauern sind aus Edelsteinen und wurden vom göttlichen Licht durchdrungen.  
Dieser mystische Gedanke wurde im Bau der gotischen Kathedralen umgesetzt.
Das Sonnenlicht musste, um in den Kirchenraum zu gelangen, die farbigen Bilder mit Bibelszenen durchdringen. In der Vorstellung der mittelalterlichen Menschen wurde das Sonnenlicht so mystisch „angereichert“.
Die Kirche und ihre Besucher wurden also dank den Glasmalereien in gleichsam "getauftes Licht" getaucht.
In diesem Sinn ist es verständlich, wenn die Baumeister und Architekten bemüht waren, die Mauern mit immer grösseren Fensteröffnungen zu durchbrechen.

Fünf Merkmale frühgotischer Glasmalerei:

  • Durch das Grösserwerden der Fensterflächen werden die Glasbilder dunkler ausgeführt.
  • Die grösseren Fensterflächen werden in verschiedene "Medaillons" unterteilt. In die höher gelegenen Obergadenfenster werden monumentale Figurenfenster eingesetzt.
  • Die dominierenden Farben sind Rot und Blau (besonders in französischen Einflussgebieten).
  • Die Faltenwürfe der Gewänder werden allmählich realistischer.
  • Räumliche Darstellung wird durch Überschneidung der Figuren erreicht.
   

Romanik

Frühgotik

Hochgotik

Spätgotik

Renaissance

Barock

Klassizissmus

Jugendstil

Moderne

Zeitgenössische Glasmalerei

         
               

t: +41 (0) 76 569 36 20
info@glasmalereistettler.ch