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barock


1600-1750 (Niedergang der Glasmalerei)

 

Zeitbild

Das Zeitalter des Barock ist die Epoche des Absolutismus. Der zentral geleitete Staat herrscht absolut über Wirtschaft, Gesellschaft und Kirche. Diese absolute Macht wird mit repräsentativen Prachtbauten zur Schau gestellt.

Neben der Unterdrückung durch die Staatsgewalt leiden die gemeinen Leute unter Krieg und Armut.

Architektur

Die erste grosse Epoche der Glasmalerei endete im 16. Jahrhundert. Mit der aufkommenden Reformation verlor die Glasmalerei in protestantischen Gebieten an Bedeutung. Auch in den katholischen Regionen vollzog sich ein Wandel in der künstlerischen Ausstattung der Gotteshäuser. Die barocke Kunst verbreitete sich vor allem in diesen Regionen. Es handelte sich dabei um eine eigentliche Kunst der katholischen Gegenreformation. Mit ihrem Streben nach Repräsentation schuf sie Werke von überladener Üppigkeit. Im Barock ist die Wirkung wesentlicher als die Wirklichkeit. Kostbare Werkstoffe wie Marmor oder Gold wurden mit Gips und Farbe imitiert.  In dieser Zeit bedurfte man vor allem heller Fenster, um die detailreiche und illusionistische Architektur der Kirchen zu beleuchten. Die Fensteröffnungen wurden mit farblosen Bleiverglasungen, die in regelmässige, geometrische Muster aufgeteilt sind, verschlossen.

Dank der Tradition der Kabinett­scheiben (besonders in der Schweiz) fanden einige Glasmaler auch weiterhin ein Auskommen. An bestehenden Glasmalereien wurden ‑aus Desinteresse- weder Unterhalts noch Restaurierungsarbeiten durchgeführt.

Überall werden Kirchen barockisiert, wenn die nötigen finanziellen Mittel vorhanden sind.

 

Bild: Franziskanerkirche Freiburg

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